{"id":826,"date":"2017-05-06T14:21:00","date_gmt":"2017-05-06T12:21:00","guid":{"rendered":"https:\/\/jusos-rtk.de\/?p=826"},"modified":"2020-03-10T14:24:15","modified_gmt":"2020-03-10T13:24:15","slug":"kompatible-computerprogramme-antrag-polizei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jusos-rtk.de\/?p=826","title":{"rendered":"Kompatible Computerprogramme \/ Antrag Polizei"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Bezirkskonferenz m\u00f6ge beschlie\u00dfen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die\nInnenministerkonferenz wird aufgefordert sich f\u00fcr kompatible Computerprogramme\nf\u00fcr die polizeiliche Datenverarbeitung \u2013 und Analyse einzusetzen. Ziel ist eine\nVereinfachung der Polizeiarbeit zwischen den Beh\u00f6rden.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Die Vereinheitlichung der Polizei der\nL\u00e4nder. In Sachen F\u00fchrung, Kooperation, Formulare, Datenverarbeitung\n(Auskunftssysteme, Einwohnermeldeamt, Vorgangsdaten) \u2026 <br>\n<br>\n<\/li><li>Sicherstellen gleichwertiger\nArbeitsverh\u00e4ltnisse in Sachen Beurteilung, Bez\u00fcge, Arbeitszeit und Heilf\u00fcrsorge\nbundesweit.<br>\n<br>\n<\/li><li>In\nHessen&nbsp;&nbsp; &#8211;<br>\n<br>\n<\/li><li>Abschaffen des verfassungsfraglichen\nWachpolizei-Wesens. Klarstellung hoheitlicher Aufgaben, welche von Beamten\nwahrgenommen werden. Keine angestellten Waffentr\u00e4ger, ohne langfristig soziale\nAbsicherung. In Folge, Wiedereinf\u00fchrung des mittleren Dienstes.<br>\n<br>\n<\/li><li>Schaffen gleichwertiger\nArbeitsverh\u00e4ltnisse in Sachen Beurteilung, Bez\u00fcge, Arbeitszeit und\nHeilf\u00fcrsorge. Im Vergleich zu anderen \u201eGeberl\u00e4ndern\u201c.<br>\n<br>\n<\/li><li>Erzeugen eines geschlossenen\nSicherheitsgef\u00fcges durch ein sozialeres Arbeitsumfeld. Eine Beh\u00f6rde deren\nMitarbeiter sich insgesamt im Stich gelassen und unsicher f\u00fchlen, kann nach\nau\u00dfen keine Sicherheit vermitteln.<br>\n<br>\n<\/li><li>Neues Gesundheitsmanagement durch:<ol><li>&nbsp;Flexiblere Ausr\u00fcstungsgestaltung sowie\nBeschaffung.<\/li><\/ol><ol><li>&nbsp;Verbesserung des Sport- und\nGesundheitsmanagement. 8h Dienstsport pro Monat, davon 2h Schie\u00df- oder\nSelbstverteidigungs- bzw. Einsatztraining.<\/li><\/ol><ol><li>39h Arbeitswoche im Schichtdienst,\ndavon 1h f\u00fcr das Lebensarbeitszeit-Konto.<\/li><\/ol><ol><li>Schaffen von Sozial- und Sportr\u00e4umen\nauf jeder Dienststelle.<br>\n<br>\n<\/li><\/ol><\/li><li>Schwereres Auswahlverfahren im Bereich\nsoziale Kompetenz <ol><li>Komplette \u00dcberarbeitung des\nEinstellungstestes, mehr Gruppenaufgaben und Gespr\u00e4che, realit\u00e4tsnaher\nStressresistenztest, Konfliktl\u00f6sungskompetenz durch Streit- und\nKonfliktkonfrontation. <\/li><\/ol><ol><li>Bewertung der \u201eLeistungsbereitschaft\u201c\nbei Langzeitbelastung.<\/li><\/ol><\/li><li>Praxisn\u00e4here Ausbildung<ol><li>4 Jahre Ausbildung (gehobener Dienst),\ndavon 1 \u00bd Jahr Grundlagen (Inhalte mittlerer Dienst kompakt) dann Option im\nmittleren Dienst verweilen (+1 Jahr Abschluss mittlerer Dienst) oder\nAufbaustudium 3 Jahre (inkl. Praktika).<\/li><\/ol><ol><li>W\u00f6chentlich Einsatztraining, Sport,\nSelbstverteidigung (Fesselung) w\u00e4hrend der gesamten Ausbildung.<\/li><\/ol><ol><li>Im Bereich Psychologie vermehrt\nRollenspiele mit Kommunikation und Konflikten.<\/li><\/ol><ol><li>M\u00f6glichkeit der Entlassung von\nAuszubildenden durch ein Ausbildergremium.<br>\n<br>\n<\/li><\/ol><\/li><li>Mentoring beim Stellenwechsel oder\nAufstieg, in allen T\u00e4tigkeitsbereichen, um Erfahrungswerte zu vermitteln und zu\nbewahren.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Hinterfragen der Stellung des Innenministers\nund dessen Einfluss auf die Polizei.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Mehr Ausbildungspl\u00e4tze bei der Polizei<\/li><\/ol>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Eine gleichm\u00e4\u00dfige Verteilung der neuen\nPolizeivollzugsbeamtinnen und Beamten in der Fl\u00e4che.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Die Wiedereinf\u00fchrung des mittleren\nPolizeivollzugsdienstes, um Berufsperspektiven bei der Polizei auch f\u00fcr\nAbsolventinnen und Absolventen mit mittlerer Reife zu schaffen.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Eine angemessene Bezahlung der\nPolizeibeamtinnen und \u2013beamten.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Die M\u00f6glichkeit der\nWeiterqualifizierung und entsprechende Aufstiegsm\u00f6glichkeit f\u00fcr die derzeitigen\nMitarbeiter im freiwilligen Polizeidienst.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><br>\nBegr\u00fcndungen<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jede Partei\nbr\u00fcstet sich mit mehr Geld und Personal f\u00fcr die Polizei, entscheidend ist\njedoch, dass man sich im Klaren sein muss <strong>wof\u00fcr<\/strong>\nman Geld und Personal <strong>wie<\/strong> am besten\neinsetzt. Ein kaputt gewirtschaftetes System wird nicht geheilt indem man mehr\nRessourcen hineinsteckt. Man muss das System \u00e4ndern. Wir haben bereits viele\ngute Ans\u00e4tze. Man muss dem System der Neuen Verwaltungssteuerung (NVS)\nzugestehen, dass es gute Ans\u00e4tze liefert. Aber wie so h\u00e4ufig muss man bei\nBeh\u00f6rden peinlich genau auf die Umsetzung achten. Sonst geht alles seinen\ngewohnten Gang und eine Besserung wird lediglich Vorgespielt. Mit Sicherheit\naber spielt man nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu 1.: Der Fall\ndes IS-Terroristen Anis Amri steht beispielhaft f\u00fcr die schlechte Kooperation\nder Sicherheitsorgane der L\u00e4nder. Das f\u00e4ngt im kleinsten Ma\u00dfstab an, dass\nein*e&nbsp; Polizeibeamt*in&nbsp; in Hessen nicht auf die Einwohnermeldeamt\nDaten anderer Bundesl\u00e4nder zugreifen kann, um formkorrekt Beteiligte einer Straftat\n(Zeug*innen, Gesch\u00e4digte, Beschuldigte) in einem Vorgang anzulegen, sowie deren\nangegebenen Meldestatus zu \u00fcberpr\u00fcfen.&nbsp;\nDies geht bei Strafanzeigen weiter, welche bei L\u00e4nder\u00fcbergreifenden\nStraftaten von Hand in die unterschiedlichen Systeme eingepflegt werden m\u00fcssen\nund f\u00fchrt Schlussendlich dazu, dass die einzelnen Landesbeh\u00f6rden, wie im Fall\nAmri, die Verantwortung hin und her schieben. Was die Sicherheit durch\nUnt\u00e4tigkeit gef\u00e4hrdet. Es geht bei der Forderung nicht um Ausweitung von\nDatenschutzbestimmungen, sondern um das gew\u00e4hrleisten von schnellen,\neffektiven, integrativen und kooperativen Arbeiten. <br>\nDie Polizei verfolgt in allen Bundesl\u00e4ndern grunds\u00e4tzlich die gleichen Ziele,\nhemmt sich aber in ihrer mangelnden Kooperation. Was mitunter daran liegen mag\ndas gewisse F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten, welche pers\u00f6nliche Interessen vor den\nSchutz der Allgemeinheit stellen, eine Zusammenarbeit auf Augenh\u00f6he unm\u00f6glich\nmachen. Ein selbsts\u00fcchtiges, \u00fcberhebliches oder ignorantes Verhalten innerhalb\nder Beh\u00f6rde ist gesellschaftlich untragbar. Sicherheit erlaubt keine\nSchlammschlachten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;Zu 2.: Wenn der Punkt 1 realisiert werden\nsollte ist Punkt 2 voraussichtlich hinf\u00e4llig. Falls nicht ist es unerkl\u00e4rlich\nwarum gleiche Arbeit, die Aufgabe des eigenen Sicherheitsbed\u00fcrfnisses, so\nunterschiedlich bezahlt und unterst\u00fctz werden. Polizist*innen&nbsp; dienen Deutschland mit ihrem Leben. Die\nOpferbereitschaft der einzelnen Personen darf nicht zum Zwecke der\nSparma\u00dfnahmen einzelner L\u00e4nder ausgenutzt werden. Dies schafft Unsicherheit und\nMissgunst, welche sich schlussendlich auf die Motivation und Sicherheit\nniederschl\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu 3.: Die\nWachpolizei \u00fcbernimmt in Hessen mehr und mehr die Aufgaben welche in der\nVergangenheit von den Polizeikr\u00e4ften des mittleren Dienstes abgedeckt wurden.\nDas Land muss sich klarwerden, dass Art.33 Abs.4 GG hoheitliche Aufgaben nur an\nPersonen in einem \u00f6ffentlich- rechtlichen Dienst- und Treueverh\u00e4ltnis\n\u00fcbertr\u00e4gt. <br>\nDas Beamtentum verschafft den Tr\u00e4gern die M\u00f6glichkeit sich ausschlie\u00dflich der\nGemeinschaft verpflichtet zu f\u00fchlen, wie soll das jedoch ein Tarifangestellter\nWachpolizist? Wollen wir Personen, welche zum F\u00fchren von Schusswaffen in der\n\u00d6ffentlichkeit berechtigt sind, in nur 6 Monaten ausbilden? Was wird passieren,\nwenn es zum ersten unrechtm\u00e4\u00dfigen Schusswaffengebrauch kommt? Wie gehen\nWachpolizist*innen mit Konflikten und Gewalt um wenn dieser nur 6 Monate au\nsoziale Abgr\u00fcnde vorbereitet werden. Die Aufgaben der Polizei stehen und Fallen\nmit den sozialen F\u00e4higkeiten der eingesetzten Kr\u00e4fte, nur wer sich in seiner\nT\u00e4tigkeit sicher f\u00fchlt kann Sicherheit vermitteln. Wie viel Sicherheit\nvermitteln begrenzte Arbeitsvertr\u00e4ge mit geringen Aufstiegs- und\nEntwicklungschancen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu 4. und 5.:\nSiehe auch Punkt 2. Wir als SPD wissen, dass die St\u00e4rkung der Mitarbeit*innen\nzur Verbesserung des Systems f\u00fchrt. Die bisherige Landesregierung hat mit der\nNVS wissenschaftlich fundierte Methoden entwickelt. Es aber vers\u00e4umt diese\nkorrekt umzusetzen. Die Basis einer Ver\u00e4nderung und Optimierung ist gegeben, es\nfehlt jedoch am Willen.<br>\nWenn wir von Unten beginnen, k\u00f6nnen wir Oben mehr erreichen. Ich m\u00f6chte an\ndieser Stelle auf die Ver\u00f6ffentlichungen des Anthropologen Simon Sinek\nverweisen, welcher in \u201eStart with Why\u201c und \u201eWhy Leaders eat last\u201c, einfach\nveranschaulicht wie man Sicherheit in immer gr\u00f6\u00dfer werdenden Kreisen\nvermittelt. Ohne stabilen Kern wird das Unterfangen jedoch zur scheinbar\nunm\u00f6glichen Aufgabe. In seinen Darstellungen kann ein Mensch erst dann\nSicherheit vermitteln, wenn er sich in seinem eigenen Umfeld sicher f\u00fchlt. Wenn\nman es schafft ein sicheres Umfeld zu schaffen gibt man jedem Beteiligten die\nFreiheit und M\u00f6glichkeit seinerseits Sicherheit zu vermitteln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu 6.: Das\nGesundheitsmanagement in der Polizei ist elementares Mittel um die Beh\u00f6rde vor\nAusf\u00e4llen durch die alternde Belegschaft zu sch\u00fctzen. Das Land hat gegen\u00fcber\nseinen Besch\u00e4ftigten eine F\u00fcrsorgepflicht, welche weniger als Ballast, sondern\nmehr eine Chance ist. Die Chance die Belegschaft zu f\u00f6rdern, in Ma\u00dfnahmen zu\nintegrieren und wertzusch\u00e4tzen. Dies d\u00fcrfte sich positiv auf die so sehr\nbeklagte Motivation auswirken.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Die flexiblere Ausstattung ist ein\nweiteres Wertsch\u00e4tzungsmittel und erm\u00f6glich den Beamt*innen eine individuelle,\nBed\u00fcrfnisorientierte Ausr\u00fcstungsgestaltung. Wo die Farbe und Schrift sicherlich\nvorgegeben sein muss, ist es doch nicht notwendig, dass alle Beamt*innen&nbsp; dieselben, schlecht geschnittenen, leicht\nausbleichenden, platzarmen Hosen tragen. Schon jetzt zeigen die Beamte*innen&nbsp; die Bereitschaft selbst in ben\u00f6tigte\nAusr\u00fcstung zu investieren. Mit der Bereitstellung des Bekleidungsgeldes f\u00fcr\nselbstbestimmten Ausr\u00fcstungskauf kann eine optimale Ausstattung beschafft\nwerden. Die eigene Budgetverwaltung kann als Vertrauenszuspruch und\nLeistungsanerkennung genutzt werden, um neben der Bef\u00f6rderung Leistungsanreize\nzu setzen.<ol><li>b) Aktuell stehen den Beamt*innen&nbsp; 6h Dienstsport zu, was weder ernsthaft\n\u00fcberpr\u00fcft noch eingefordert wird. Hier k\u00f6nnte ein weiteres Leistungsmodel\nansetzen. Man sollte gesundheitsbewusste Besch\u00e4ftigte unterst\u00fctzen und Unwilligen\npositive Anreize setzen, ggf. k\u00f6nnten auch Sanktionen angedacht werden, da\nzumindest in gewissen T\u00e4tigkeitsfeldern (z.B. Streifendienst) eine\nGrundlagenfitness angemessen erscheint. Da Polizeibeamt*innen&nbsp; im Au\u00dfendienst sich immer wieder mit Gewalt\nauseinandersetzen m\u00fcssen, ist es notwendig, dass sie sich mit Gewalt\nauseinandersetzen und ein gutes K\u00f6rpergef\u00fchl sowie Handlungssicherheit\nentwickeln. Ein regelm\u00e4\u00dfig verpflichtendes Einsatztraining mit der \u00dcbung von\nZwangsanwendung reduziert die Gefahr der \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Gewalt durch\nPolizeibeamte. Ein*e Beatm*in&nbsp; der\nregelm\u00e4\u00dfig \u00fcbt Zwang, im Rahmen aller rechtlichen Vorschriften, anzuwenden ist\nweniger schnell von Gewalt \u00fcberfordert. Das Risiko der \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Gewalt\nsinkt. Ein einziges Einsatztraining im Jahr schafft keine Handlungssicherheit.\nDasselbe gilt f\u00fcr das \u00dcben mit der Schusswaffe.<br>\nEin*e Beamt*in welche mit eine*r Kolleg*in koordiniert Fesselungstechniken\nanwenden kann, sorgt f\u00fcr weitaus weniger Schaden als f\u00fcnf Beamt*innen&nbsp; die auf einem T\u00e4ter knien und schon nicht\nmehr merken, dass dieser aufgrund des Gewichtes der Handelnden seine Arme unter\nseinem Torso bewegen kann. Das \u00fcben von boxen und treten erscheint hierbei\nweniger wichtig als Ringen, Judo und die Formen des brasilianischen Jiu-Jitsu, welche\nohne l\u00e4ngerfristige Verletzung des T\u00e4ters zum Erfolg f\u00fchren.<\/li><\/ol><ol><li>c) Die CDU wirbt bereits mit\nStundensenkungen da sie endlich zu erkennen vorgibt, dass die 42h Woche eine zu\nhohe Belastung der Besch\u00e4ftigten darstellt. Die ehemals 38 \u00bd h Woche klingt in\nweiter Ferne, wobei das Gehalt dieser entsprechen w\u00fcrde. Insbesondere im\nSchichtdienst aber auch in den anderen T\u00e4tigkeitsfeldern, bietet die Senkung\nder Arbeitsstunden den Besch\u00e4ftigten die M\u00f6glichkeit sich mehr zu erholen. In\nder neu gewonnenen Zeit l\u00e4sst sich vermehr Ausgleich zum psychisch belastenden\nBeruf schaffen. Auch wenn es keiner gerne zugegen mag belastet die st\u00e4ndige\nAuseinandersetzung mit Verbrechen, Tod und schweren Schicksalen jeden. Hier\nerscheint es notwendig Ausgleich zu schaffen um eine insgesamt entspannte\nArbeitsatmosph\u00e4re zu gew\u00e4hrleisten, denn die Anspannung kommt von selbst.<\/li><\/ol><ol><li>d) Auch im Dienst scheint es sinnvoll\nden Besch\u00e4ftigten Anreize zur k\u00f6rperlichen Bet\u00e4tigung zu geben. Sport und\nBewegung regen den K\u00f6rper positiv an und reduzieren Stress. Die soziale\nInteraktion sorgt f\u00fcr ein besseres und vertrauteres Arbeitsumfeld. Entsprechend\ndem Gesundheitsmanagement und der Motivation durch Wertsch\u00e4tzung kann hier das\nArbeitsumfeld aufgebessert werden. Viele attraktive neue wie auch alte Firmen\nhaben dies schon l\u00e4ngst erkannt. Durch den dabei entstehenden Austausch k\u00f6nnen\nsich entscheidende Informationsfl\u00fcsse ergeben.<br>\n<br>\n<\/li><\/ol><\/li><\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu 7.:\nAugenblicklich werden fragliche Methoden zur Bewerber Auswahl angewandt. Diese\nhaben wenig Realit\u00e4tsbezug. Je nach T\u00e4tigkeitsfeld werden sehr Unterschiedliche\nAnspr\u00fcche an den Beamten gestellt hier ergib es Sinn neben den \u201eAllroundern\u201c\nauch Spezialist*innen&nbsp; einzustellen und\ndiesen Entwicklungschancen anzubieten. Der Schutzmann*\/die Schutzfrau* des\nStreifendienstes sowie Kriminalau\u00dfendienstes muss ein Kommunikator sein,\nKonfliktl\u00f6ser, sportlich, sozial kompetent, konsequent und in der Lage sein,\nkomplexe Rechtsvorschriften in der Realit\u00e4t anzuwenden. Im Moment kommen\nkommunikative und soziale Aspekte zu kurz. Ein*e&nbsp; Polizist*in&nbsp;\ndessen einziger Antrieb es ist verbeamtet&nbsp; zu werden da dies ein sicherer Job ist liegt\ndamit falsch. Polizist*innen stellen ihre eigenen Bed\u00fcrfnisse hinter die der\nGemeinschaft, das Sicherheitsbed\u00fcrfnis im besonderen Ma\u00df. Sie sollten mehr von\nIdealismus als von kalkulierbarem K\u00fcndigungsrisiko motiviert werden. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">a) Komplette\n\u00dcberarbeitung des Einstellungstestes, mehr Gruppenaufgaben und Gespr\u00e4che,\nrealit\u00e4tsnaher Stressresistenztest, Konfliktl\u00f6sungskompetenz durch Streit und\nKonfliktkonfrontation. Ein Geschicklichkeitstest, welcher wegen der K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe\nvon 2 Metern nicht im Zeitrahmen bestanden wird oder ein Ausscheiden beim\nAmtsarzt wegen zu hohem BMI als Kraftsportler widerspricht einer menschlichen\nBerufsphilosophie. Es Bedarf mehr gesundem Menschenverstand im Auswahlverfahren\nund Mut zur L\u00fccke. Der Polizeiberuf verlangt ein gro\u00dfes Ma\u00df an Menschlichkeit\nund steht dem Verbrechen gegen\u00fcber welches die Menschlichkeit meist nicht zu\nkennen scheint. Umso mehr m\u00fcssen wir Sorge daf\u00fcr tragen, dass die Menschlichkeit\nder Polizei als hohes Gut erwartet, getragen und gef\u00f6rdert wird.&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bewertung der\n\u201eLeistungsbereitschaft\u201c bei Langzeitbelastung durch z.B.\nGruppen-Hindernis-Parcours. Wer am Ende seiner Kr\u00e4fte im Team arbeiten muss,\nzeigt schneller sein wahres Gesicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu 8.: Mit dem\nEnde des mittleren Dienstes ist die Praxisausbildung bei der Polizei verloren\ngegangen. Das AUFBAU-Studium in den gehobenen Dienst wurde zum Grundstudium,\nindem man es sporadisch mit Praxisteilen versah. Die Arbeit bei der Polizei ist\nbestimmt von Sicherheit, der sichere Umgang mit den unterschiedlichsten\nSituationen in allen Lebenslagen, kann nur begrenzt gew\u00e4hrt werden. Die\nAusbildung in den fundamentalsten polizeispezifischen Rechtsgrundlagen, sowie\ndas Einsatztraining mit dem Thema Eigensicherung, sind Grundlage sicheren\nHandelns. Jetzt werden diese fundamentalen Notwendigkeiten vermengt mit\nStudieninhalten der Rechtswissenschaften, um scheinbar zwanghaft eine\nBachelorqualifikation begr\u00fcnden zu k\u00f6nnen. Was dazu f\u00fchrt, dass die Grundlagen\nvernachl\u00e4ssigt werden. Der Bachelor der Polizei hat keine weitere Bedeutung auf\ndem Arbeitsmarkt, er steht symbolisch f\u00fcr das Gehalt der Besch\u00e4ftigten. Wir\nm\u00fcssen uns fragen was wir wirklich wollen. Polizeibeamt*innen die sich in\nBl\u00f6cken, bruchst\u00fcckhaftes Wissen aus Grundlagen sowie Wissenschaften angeeignet\nhaben? Oder fundierte und sichere Praktiker welche im Laufe ihrer Arbeitszeit\nihren Horizont mit Wissenschaftlichen Inhalten erweitern? Allein der\ndirekteinstieg in das \u201ePolizeistudium\u201c ist als fraglich zu erachten da der\ngr\u00f6\u00dfte Teil der Polizeiarbeit nicht in der Theorie stattfindet. Komplexe\nRechtskenntnisse helfen nicht, wenn die Grundlagen sicheren Handelns nicht\ngew\u00e4hrleistet werden. Eben diese Grundlagensicherheit erm\u00f6glicht erst die\nSpezialisierung und den Ausbau von F\u00e4higkeiten. Die momentane Mischung aus\nTeilwissen und Unsicherheit b\u00fcrgt unn\u00f6tige Gefahren f\u00fcr alle Beteiligte. <br>\nDie folgende Aufz\u00e4hlung an Ausbildungsm\u00f6glichkeiten ist nicht abschlie\u00dfend.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Jede*r\u00a0 beginnt im mittleren Dienst (2-3Jahre, mit Abitur 2 ohne 3 Jahre) Grundlagenausbildung. Jeder verrichtet danach mindestens\u00a0 1Jahr Dienst. Danach besteht die M\u00f6glichkeit das Aufbaustudium gehobener Dienst zu absolvieren (3Jahre). Besch\u00e4ftigte im mittleren Dienst k\u00f6nnen \u00fcber die Beh\u00f6rde ihrer Fachhochschulreife nachholen und bei Erfolg das Studium antreten. \u00dcber die Grunds\u00e4tze Leistung, Eignung und Bef\u00e4higung k\u00f6nnen Beamte mit l\u00e4ngere Diensterfahrung in den gehobenen Dienst \u00fcbergeleitet werden.<\/li><li>1 \u00bd Jahre Grundausbildung f\u00fcr Abituriente*innen und Fachhochsch\u00fcler*innen\u00a0 danach die Frage ob diese den gehobenen Dienst direkt anstreben oder ob sie vorerst in den mittleren Dienst wollen, mit der Option sp\u00e4ter das Studium anzustreben. Der mittlere Dienst schlie\u00dft mit einem weiteren Jahr Ausbildung ab. Der gehobene Dienst mit 3Jahren Studium (inkl. Praktika).<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Verz\u00f6gerung\nim gesamten Ablauf kann mehr Flexibilit\u00e4t und individuellere Leistungsanreize\nsetzen. Beide Optionen geben mindestens 1Jahr Zeit f\u00fcr die Ausbildung von\nGrundlagen. Die Ausbildung von B\u00fcrgern in Uniform, als Repr\u00e4sentanten des\nStaates muss zu den fundiertesten und besten Ausbildungen des Landes geh\u00f6ren.\nF\u00fcr unser aller Sicherheit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu 9.: Viel zu\nsp\u00e4t wurde von der scheidenden Regierung erkannt, dass es wichtig ist f\u00fcr\nfrischen Wind in der Beh\u00f6rde zu sorgen. Das tragischste dabei ist nicht nur die\n\u00dcberalterung, sondern der gro\u00dfe Verlust an Jahrzehnte alten Erfahrungssch\u00e4tzen.\nWelche mit der Pension ungreifbar werden. Jedes Unternehmen steht vor der\nHerausforderung, Wissen durch Erfahrung zu sichern. Dieses von den\nBesch\u00e4ftigten erarbeitete Wissen muss dem Unternehmen erhalten bleiben um sich\nbesser, schneller und effektiver zu Entwickeln. Sonst werden von Generation zu\nGeneration dieselben Fehler begangen. <br>\nAbhilfe kann hier das \u201eJob Mentoring\u201c schaffen. Bei welchem ein*e&nbsp; scheidender*r Beamt*in (oder eine die Stelle\nwechselnde Beamtin) den Nachfolger, \u00fcber einen Zeitraum von 6-12 Monaten, in\ndie zu besetzende Stelle einlernt. Hierbei soll m\u00f6glichst viel Erfahrung\nerhalten bleiben, wobei die Neubesetzung auch immer neuen Wind beutet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Polizis*innen&nbsp;\nsind als B\u00fcrger*innen&nbsp; in Uniform\nuntrennbar an die Gemeinschaft gebunden. Ein gro\u00dfer Teil wichtiger Hinweise f\u00fcr\npolizeiliche Ermittlungen h\u00e4ngt mit der Kooperation der Bev\u00f6lkerung zusammen.\nDie Polizei ist immer wieder auf die Bev\u00f6lkerung angewiesen, als auch\numgekehrt, die Bev\u00f6lkerung braucht die Polizei. Lasst uns dieses Band st\u00e4rken!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bezirkskonferenz m\u00f6ge beschlie\u00dfen: Die Innenministerkonferenz wird aufgefordert sich f\u00fcr kompatible Computerprogramme f\u00fcr die polizeiliche Datenverarbeitung \u2013 und Analyse einzusetzen. Ziel ist eine Vereinfachung der Polizeiarbeit zwischen den Beh\u00f6rden. Die Vereinheitlichung der Polizei der L\u00e4nder. 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