{"id":811,"date":"2017-05-06T13:58:00","date_gmt":"2017-05-06T11:58:00","guid":{"rendered":"https:\/\/jusos-rtk.de\/?p=811"},"modified":"2020-03-10T14:00:36","modified_gmt":"2020-03-10T13:00:36","slug":"keine-bildung-2-klasse-die-ausbildung-gehoert-gestaerkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jusos-rtk.de\/?p=811","title":{"rendered":"Keine Bildung 2. Klasse, die Ausbildung geh\u00f6rt gest\u00e4rkt!"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Bezirkskonferenz m\u00f6ge beschlie\u00dfen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bezirkskonferenz der Jusos Hessen-S\u00fcd m\u00f6ge beschlie\u00dfen, dass:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die\nSPD setzt sich f\u00fcr eine \u00d6ffnung der Studentenwerke f\u00fcr Auszubildende ein und\nf\u00fcr eine entsprechende Reform des hessischen Studentenwerksgesetzes. Die\nStudentenwerke sollen zu Bildungsf\u00f6rderungswerken ausgebaut werden, die\nBeratungsangebote, Wohnraumversorgung und soziale Infrastruktur f\u00fcr Studierende\nund Auszubildende vorhalten. Die Verwaltungsr\u00e4te der Bildungsf\u00f6rderungswerke\nsollen um Vertreter*innen der Ge-werkschaften und Auszubildendenvertretungen\nerweitert werden. Die Bildungsf\u00f6rde-rungswerke sind zur Erf\u00fcllung ihrer\nAufgaben finanziell ausk\u00f6mmlich auszustatten.die SPD wird sich f\u00fcr die\nEinf\u00fchrung eines kostenfreien Meisterprogramms einsetzen. Dazu z\u00e4hlen die\nAbschaffung von Pr\u00fcfungsgeb\u00fchren, sowie eine St\u00e4rkung von staatlichen\nVorbereitungskursen, die kostenfrei angeboten werden sollen. Des Weiteren soll\nsich die SPD auf Bundesebene daf\u00fcr einsetzen, dass die Zuschussquote des\nMeister-Baf\u00f6gs, wie beim studentischen Baf\u00f6g, auf 50% erh\u00f6ht wird.<\/li><li>Die\nSPD setzt sich f\u00fcr eine grundlegende Evaluation bestehender F\u00f6rderprogramme im\nBereich Ausbildungsf\u00f6rderung ein. Sinnvolle Programme sollen verstetigt und wo\nsinn-voll zusammengelegt werden. Die Kommunen sind ausk\u00f6mmlich auszustatten, um\nTr\u00e4-gerstrukturen langfristig zu verstetigen. Ziel muss es sein den Bereich der\nAusbildungs-f\u00f6rderung von der Krankheit \u201eProjektitis\u201c zu heilen, also dem\nst\u00e4ndigen Auflegen kurz-fristiger Programme ohne anschlie\u00dfende Verstetigung\u201c.<\/li><li>Die\nSPD setzt sich f\u00fcr ein Azubi-Ticket in Hessen ein, welches den Auszubildenden\neine kostenlose Fahrt in Hessen erm\u00f6glicht.\u00fc<\/li><li>Die\nSPD wird sich f\u00fcr eine Ausweitung des Rechts auf Bildungsurlaub einsetzen. Die\nUrlaubstage sollen auf 10 erh\u00f6ht werden. <\/li><li>Die\nSPD wird sich daf\u00fcr einsetzen, dass das duale Studium st\u00e4rker geregelt wird und\nin das BBiG eingeordnet wird <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Begr\u00fcndung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wir brauchen\nbezahlbaren Wohnraum \u2013 auch f\u00fcr Auszubildende!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr uns Jusos\nstellen diese Forderungen zentrale Punkte eines erfolgreichen Wahlkampfes und\neines Wahlprogrammes dar. Um Jugendliche und Auszubildende zu erreichen, m\u00fcssen\nwir wieder deutlich machen, dass wir Anwalt ihrer Interessen sind und diese\nglaubhaft vertreten und in Verantwortung auch umsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Situation\nam Wohnungsmarkt hat sich in den letzten Jahren erheblich zugespitzt, die\nMieten steigen immer weiter, das Angebot an bezahlbarem Wohnraum wird immer\ngeringer. Dieser Umstand trifft nicht nur junge Studierende, sondern auch\nAuszubildende. Den Studierenden nehmen die Studierendenwerke etwas Luft aus dem\nKessel \u2013 Auszubildende sind auf sich alleine gestellt. Sie m\u00fcssen auf dem\nprivaten Markt einen harten Kampf um g\u00fcnstigen Wohnraum f\u00fchren. Mit einem\nProgramm f\u00fcr den Bau von Wohnheimen f\u00fcr Auszubildende st\u00e4rken wir wieder die\nAttraktivit\u00e4t einer Ausbildung und haben eine M\u00f6glichkeit die Lebensqualit\u00e4t\nvon Azubis sp\u00fcrbar zu steigern. Diese L\u00f6sung stellt einen Weg dar, die\nWohnsituation von Studierenden und Auszubildenden anzugleichen ohne sie\ngegeneinander auszuspielen. Lange Anreisen zum Ausbildungsort sollen der\nVergangenheit angeh\u00f6ren. Auszubildende m\u00fcssen, wie Studierende auch, die\nM\u00f6glichkeit haben an dem Ort zu leben, an dem sie lernen. Die Forderungen von\nVermietern gegen\u00fcber ihren Mietern sind auf ein extrem hohes Niveau gestiegen.\nMit der Errichtung von Wohnheimen er\u00f6ffnen wir auch den Azubis den Weg in die\neigene Wohnung, die keine 3 Monats Mieten Kaution stellen, deren Eltern keine\nB\u00fcrgschaften f\u00fcr Mietforderungen \u00fcbernehmen k\u00f6nnen. Gerade mit einer\nZusammenarbeit \u00fcber einen Tr\u00e4ger kann man die M\u00f6glichkeit schaffen\nGemeinschaftsorte zum Austausch zu schaffen und das Know-how anderer Tr\u00e4ger,\nwie der Studierendenwerke zu nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wir brauchen\nden kostenfreien Meister \u2013 jetzt!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn wir uns\nf\u00fcr Geb\u00fchrenfreiheit von der KiTa bis zur Hochschule einsetzten, m\u00fcssen wir\nauch die Menschen f\u00f6rdern, die sich zum Meister weiterbilden und\nFacharbeiter_innen werden m\u00f6chten. Dieser steinige Weg ist mit hohen Geb\u00fchren\ngepflastert, die f\u00fcr viele frisch Ausgelernte kaum zu stemmen sind. Deshalb\nfordern wir echte Geb\u00fchrenfreiheit ein. Ein erster Schritt in die richtige\nRichtung w\u00e4re die Abschaffung der Pr\u00fcfungsgeb\u00fchren. Dar\u00fcber hinaus sind die\nKosten f\u00fcr Vorbereitungskurse sehr hoch. Dies h\u00e4ngt auch damit zusammen, dass\nprivate Bildungstr\u00e4ger auf diesem Markt Narrenfreiheit besitzen. Um eine\ninklusive, qualifizierte Weiterbildung zu garantieren, setzen wir uns f\u00fcr\nstaatlich unterst\u00fctze Vorbereitungskurse ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Modernisierung\nder Berufsschulen vorantreiben<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer \u00fcber\nFachkr\u00e4ftemangel und nicht ausreichender Qualifizierung der Auszubildenden\nredet, der muss auch die Modernisierung der Berufsschulen ins Auge nehmen.\nSt\u00e4ndig lesen wir von Investitionen in Schulen und den Universit\u00e4ten. Doch wer\nsich die Berufsschulen anschaut, steht vor veralteter Technik, \u00fcberholte\nTheorie\/Lerninhalten und verrotteter Infrastruktur. Es muss sich was \u00e4ndern.\nWir d\u00fcrfen nicht nur dar\u00fcber reden, wie wichtig die Ausbildung ist \u2013 es muss\nsich auch anhand der Bildungseinrichtungen widerspiegeln. Nur wenn sich die\nBerufsschulen in einem guten technischen Zustand befinden kann garantiert\nwerden, dass die Voraussetzung daf\u00fcr erf\u00fcllt werden, um Lerninhalte auf die\nBed\u00fcrfnisse der Berufssch\u00fcler_innen abgestimmt zu vermitteln. Daher brauchen\nwir jetzt investitionen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mobilit\u00e4t\ngeh\u00f6rt zur Ausbildung \u2013 f\u00fcr ein kostenfreies Azubi-Ticket!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die SPD NRW\nmacht es vor, wir sollten dem Folgen. Studierende k\u00f6nnen sich frei bewegen\nanhand ihres Semestertickets. Azubis m\u00fcssen zwischen Arbeitsplatz, Wohnung und\nBerufsschule st\u00e4ndig pendeln. Oft sind Parkpl\u00e4tze Mangelware, wenn man\n\u00fcberhaupt ein Auto besitzt. F\u00fcr weitere Strecken innerhalb von Hessen bleiben\nmit einem Ausbildungsgehalt und den immer weiter steigenden Wohnungskosten kaum\nwas \u00fcbrig. Wir wollen, dass alle Auszubildenden ebenfalls die M\u00f6glichkeit\ngegeben wird, trotz steigender Kosten mobil zu sein. Und zwar Hessenweit!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Recht auf\nBildungsurlaub ausweiten &#8211; lebenslanges Lernen erm\u00f6glichen <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Arbeitswelt\nwird sich in Zukunft immer schneller und weitreichender ver\u00e4ndern. Es ist\nunsere Aufgabe die Arbeitnehmer_innen auf diesen Wandel vorzubereiten und ihnen\ndie besten Rahmenbedingungen zu bieten, um Teil dieses Prozesses zu werden und\nnicht abgeh\u00e4ngt zu werden. Es ist die Aufgabe der Sozialdemokratie nicht nur\ngute Arbeit zu schaffen, sondern auch den Wandel der Arbeitswelt im Sinne der\nArbeiter_innen zu gestalten. Dazu geh\u00f6rt es ihnen zu erm\u00f6glichen sich\nschwerpunktm\u00e4\u00dfig weiterzubilden. Diese Weiterbildung bezieht sich sowohl auf\nSchwerpunkte des eigenen Berufes, als auch die pers\u00f6nliche Weiterbildung. Des\nWeiteren geh\u00f6rt zur Weiterbildung auch die M\u00f6glichkeit ein weiterf\u00fchrendes\nStudium aufzunehmen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Duales\nStudium st\u00e4rken<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">DIe\nM\u00f6glichkeiten ein Duales Studium aufzunehmen sind in den letzten Jahren immer\nvielf\u00e4ltiger geworden. Es besteht die M\u00f6glichkeit nahezu jeden Studiengang dual\naufzunehmen. Diese Vielfalt bringt aber auch Probleme mit sich, da das Duale\nStudium keinen klaren Regularien, wie die betriebliche Ausbildung unterworfen\nist. Gerade wo keine tariflichen Bindungen und Vereinbarungen vorhanden sind,\nsind die Studierenden der Willk\u00fcr der Betriebe unterworfen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bezirkskonferenz m\u00f6ge beschlie\u00dfen: Die Bezirkskonferenz der Jusos Hessen-S\u00fcd m\u00f6ge beschlie\u00dfen, dass: Die SPD setzt sich f\u00fcr eine \u00d6ffnung der Studentenwerke f\u00fcr Auszubildende ein und f\u00fcr eine entsprechende Reform des hessischen Studentenwerksgesetzes. Die Studentenwerke sollen zu Bildungsf\u00f6rderungswerken ausgebaut werden, die Beratungsangebote, Wohnraumversorgung und soziale Infrastruktur f\u00fcr Studierende und Auszubildende vorhalten. 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